Doktors Blog

DIE AKTUELLE PILLENDISKUSSION

Aktuelle Pillendiskussion

Ella O. aus Ratingen fragt: „Ich bin verunsichert über die derzeitige Pillendiskussion. Kann die Pille tödlich sein?“

Ja – im Extremfall; die Medien haben darüber berichtet. Ebenso kann auch Autofahren tödlich sein. Aber, die allermeisten Autofahrer oder Pillen-Anwenderinnen erleben nie einen Schaden. Sie haben sogar viele Vorteile davon. Worum geht es in der aktuellen Diskussion um die sogenannten kombinierten hormonalen Kontrazeptiva? Diese Antibabypillen enthalten neben Östrogen unterschiedliche Gestagene, von denen einige, nämlich die der dritten und vierten Generation, evtl. ein doppelt so hohes Risiko für Thrombosen und Lungenembolien bergen als andere. Dieses Risiko ist zwar immer noch gering, aber man muss (mehr …)

Pilzinfektionen

Tabea D. aus Schiefbahn fragt: „Was genau sind eigentlich Vaginalpilze und warum sind sie so häufig?“

In der Vagina lebt eine vielfältige Flora aus Bakterien und Pilzen, ähnlich wie in den Atem- oder Harnwegen. Ein häufiger und eigentlich harmloser Mitbewohner ist der Hefepilz Candida albicans, der die menschliche Haut und insbesondere die Schleimhäute besiedelt. Er bildet unterschiedliche Wachstumsformen aus. Normalerweise sind diese Hefepilze friedfertige, ja möglicherweise sogar nützliche Einzelzeller, deren Zahl von unserem Immunsystem in Schach gehalten wird. Funktioniert das aber nicht, dann vermehren sie sich rasant und bilden auf einmal lange Fäden, die pathogenen Hyphen-Myzelien. Diese werden rasch zum Problem: Die (mehr …)

Zwei Jahre Mammographie-Screening – was hat es gebracht?

Renate Z. (54) aus Dinslaken fragt: „Seit zwei Jahren gibt es jetzt das Mammographie-Screening. Ist es wirklich so zuverlässig, wie man immer glaubte? Neulich gab es Hinweise, dass die Trefferquote, einen Tumor zu entdecken, doch nicht so hoch ist und dass ein MRT besser sei. Stimmt das?“

Es sind schon zwei Jahre, die das Mammographie-Screening läuft. Zur Erinnerung: Hierbei geht es um eine freiwillige Reihenuntersuchung, zu der alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren kostenfrei im Zwei-Jahres-Turnus eingeladen werden. Sie erfolgt streng standardisiert in speziellen Screening-Einheiten und beschränkt sich auf die Röntgenaufnahme beider Brüste, die Mammographie. Vorteile dieser Untersuchung sind die hohe (mehr …)

Enttäuschung in Serie – Habitueller Abort

Unser Leser Klemens H aus Hünxe fragt: „Wir wünschen uns so sehr ein Kind. Dreimal war meine Frau schwanger, dreimal hatte sie eine Fehlgeburt. Was ist nur los?“ – Wenn zwei und mehr Schwangerschaften in einer –oft frühen- Fehlgeburt enden, spricht man von habitueller Abortneigung. Für ein junges Paar mit dem Wunsch nach Kindern ist das nicht bloß eine herbe Enttäuschung, sondern auch ein medizinisches und psychologisches Trauma, das behandelt werden muß. Etwa zwei Prozent aller Paare sind hiervon betroffen. Schon deshalb versuchen die Ärzte bereits nach einer zweiten Fehlgeburt, die Ursachen herauszufinden. Dabei geht es um sehr komplexe Zusammenhänge, die (mehr …)

Zu stark, zu lang, zur falschen Zeit – Blutungsstörungen der Gebärmutter

Unsere Leserin Rebekka G. aus Düsseldorf-Eller fragt: „Meine Mutter ist 46 Jahre alt und ihre Blutung hört gar nicht mehr auf. Jetzt ist sie endlich zur Ärztin gegangen und soll eine Ausschabung bekommen. Was hat sie denn?“ – Ihre Mutter leidet wahrscheinlich unter einer Blutungsstörung der Gebärmutterschleimhaut. Das sind vom regulären Menstruationszyklus abweichende Blutungen, kurzum alles, was zu stark ist, zu lang oder zur falschen Zeit auftritt. Im normalem Verlauf des Menstruationszyklus wird die Gebärmutterschleimhaut etwa alle vier Wochen abgestoßen und anschließend wieder aufgebaut. Dieser Prozeß wird von den Eierstockshormonen gesteuert.

Wer aber unter zu starken, zu langen Blutungen oder Zwischenblutungen leidet, (mehr …)